{"id":113,"date":"2013-07-16T20:05:11","date_gmt":"2013-07-16T20:05:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/?page_id=113"},"modified":"2025-11-25T05:37:04","modified_gmt":"2025-11-25T04:37:04","slug":"pfarrkirche-aurachkirchen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/?page_id=113","title":{"rendered":"R\u00f6merkirche Aurachkirchen"},"content":{"rendered":"<h2>Die \u201eR\u00f6merkirche\u201c Aurachkirchen<\/h2>\n<div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>\u201eAls r\u00f6mischer Wachturm erbaut im Jahre 9 vor Christus\u201c, so war es an der S\u00fcdwand der Filialkirche bis zur gro\u00dfen Restaurierung und der arch\u00e4ologischen Untersuchung 1968 zu lesen. Von einer Generation auf die andere wurde seit \u00fcber 100 Jahren die Geschichte weiter gegeben, dass aus einem \u201emehrgeschossigen Wachturm\u201c an einer nahe vorbei f\u00fchrenden r\u00f6mischen Salzstra\u00dfe (Rittham \u2013 Tiefenweg) entstanden sei. Die romanische Halle wurde nach dem Stil des Netzrippengew\u00f6lbes zu schlie\u00dfen am Ende des 15. Jahrhunderts durch den sp\u00e4tgotischen Chor erweitert. Darauf weist auch die gefundene Bauinschrift \u201e1472\u201c hin.<\/p>\n<p><strong>Hinweise f\u00fcr Besucher:<\/strong> In den Monaten April bis Oktober ist die Kirche an Samstagen und Sonntagen ge\u00f6ffnet. Sonst ist der Besuch nach vorheriger Anmeldung unter der Tel.-Nr.: 07612 \/ 211 51 oder 47573 m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Monatlicher Gottesdienst: M\u00e4rz bis Dezember jeweils am 2. Sonntag um 8 Uhr<\/p>\n<p><strong>BEDEUTUNG:<\/strong> Da in \u00d6sterreich nur wenige romanische Bauwerke am Land erhalten geblieben sind, ist Aurachkirchen als eine der <strong>besterhaltenen romanischen Dorfkirchen \u00d6sterreichs <\/strong>zu bewerten. Durch die Umbauten im Jahre 1968 und 2003 (Holzdecke des Langhauses) ist es gelungen, den gotischen Chor und das romanische Langhaus zu einer eindrucksvollen Raumeinheit zu verbinden.<\/p>\n<p>Dieses Gotteshaus ist nicht zuletzt dank seiner wertvollen Einrichtungsst\u00fccke eine der sehenswertesten Landkirchen Ober\u00f6sterreichs, an dem kein Besucher achtlos vor\u00fcbergehen sollte. Zudem besitzt die Kirche eine ausgezeichnete Akustik und bietet sich deshalb f\u00fcr <strong>Kirchenkonzerte<\/strong> bestens an.<\/p>\n<p><strong>ORTSGESCHICHTE \u2013 BESITZRECHT:<\/strong> Der erste urkundlich erw\u00e4hnte Name<strong> \u201eAurach\u201c<\/strong> ist nach der Ortsnamenforschung um das <strong>Jahr 1130 <\/strong>anzusetzen. Seit dieser Zeit sind auch die Reichsministerialien \u201ede Urahe\u201c als Grundbesitzer in Aurach anzunehmen. Sie fanden scheinbar unter der heutigen Kirche Ende des 12. Jahrhunderts ihre letzte Grablage. Exakt scheint erstmals <strong>1345<\/strong> im Testament des damaligen Gmundner Pfarrers der Name Aurach auf. Die Kirche wird als Filiale von Gmunden \u2013 ebenso wie Ohlsdorf \u2013 bezeichnet. <strong>1544<\/strong> erfahren wir von einer Messe in der \u201eZuekirchen Aurach\u201c. Die bauf\u00e4llige Kirche wurde <strong>1816 <\/strong>laut einem Kauf- und Verkaufskontrakt von den Bewohnern der Ortschaft Aurach um 600 Gulden und 30 Kreuzer von der \u201eVogtey Grafschaft Orth\u201c gekauft, um sie vor dem Abbruch zu retten. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Kirchengeb\u00e4ude als \u201eGotteshaus\u201c wieder reaktiviert und die alte Glocke (1816 nach Ohlsdorf gekommen) 1969 zur\u00fcckgekauft. Mit dieser Neubesinnung auf die alte Kirche d\u00fcrfte auch der Ortschaftsname in<strong> \u201eAurachkirchen\u201c<\/strong> (<strong>1869<\/strong> erstmals genannt) umgewandelt worden sein. Im Juni 1994 ist das Gotteshaus in den Besitz des Kirchenerhaltungsvereins \u00fcbergegangen. Der Pfarrer von Ohlsdorf ist Rektor der Kirche.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p><strong>Die Innenausstattung der Kirche birgt gro\u00dfe Kostbarkeiten:<\/strong><\/p>\n<p>Die beiden Statuen der <strong>hl. Barbara <\/strong>und der <strong>hl. Katharina <\/strong>sind sp\u00e4tgotisch (ca. 1500) und die <strong>Gruppe der hl. Anna Selbdritt <\/strong>(Foto hl. Anna und die Gottesmutter mit dem Jesuskind) soll aus der Werkstatt Lienhart Astl stammen (ca. 1520) Auch das gro\u00dfe <strong>Triumphbogenkreuz<\/strong> stammt aus dieser Zeit. Der barocke Hochaltar und die Kanzel erg\u00e4nzen die Einrichtung.<\/p>\n<p>Da in \u00d6sterreich nur wenige romanische Bauwerke erhalten geblieben sind ist Aurachkirchen als eine der besterhaltenen romanischen Dorfkirchen \u00d6sterreichs zu bewerten. Durch den Umbau des Jahres 1968 (Holzdecke des Langhauses) ist es gelungen den gotischen Chor und das romanische Langhaus zu einer eindrucksvollen Raumeinheit zu vereinen. Dieser sch\u00f6ne Kirchenraum ist nicht zuletzt dank seiner wertvollen Einrichtungsst\u00fccke eine der sehenswerten Landkirchen des s\u00fcdlichen Ober\u00f6sterreichs, an der kein Besucher achtlos vor\u00fcbergehen sollte. Zudem besitzt die Kirche eine ausgezeichnete Akustik und bietet sich deshalb als Konzertraum bestens an.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p>Eine weitere Einmaligkeit dieser Filialkirche ist die so genannte<strong> \u201eMerowinger-Glocke\u201c<\/strong> im Dachreiter mit einer urspr\u00fcnglich als merowingisch gedeuteten Inschrift am Schlagring. Dies stellt glockengeschichtlich eine Einmaligkeit dar. Die schlanke Glockenform und die Inschrift auf der Schulter deuten in die 2. H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts. (1280) In Spiegelschrift verkehrt steht hier in mittelalterlicher Kursivschrift eine lat. Antiphon zum Benediktus der Oktav des Weihnachtsfestes: \u201eMirabile misterium declaratur hodie&#8230;\u201c (ein wunderbares Geheimnis wird heute verk\u00fcndigt\u2026) Der eingeritzte lat. Text gibt der Forschung noch einige R\u00e4tsel auf.<\/p>\n<p>Eines steht aber fest, die Glocke ist eine der \u00e4ltesten im deutschen Sprachgebiet.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<div>\n<div>&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u201eR\u00f6merkirche\u201c Aurachkirchen &nbsp; \u201eAls r\u00f6mischer Wachturm erbaut im Jahre 9 vor Christus\u201c, so war es an der S\u00fcdwand der Filialkirche bis zur gro\u00dfen Restaurierung und der arch\u00e4ologischen Untersuchung 1968 zu lesen. Von einer Generation auf die andere wurde seit \u00fcber 100 Jahren die Geschichte weiter gegeben, dass aus einem \u201emehrgeschossigen Wachturm\u201c an einer nahe vorbei f\u00fchrenden r\u00f6mischen Salzstra\u00dfe (Rittham<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":48,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"_mc_calendar":[],"footnotes":""},"class_list":["post-113","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/113","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=113"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/113\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13318,"href":"https:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/113\/revisions\/13318"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/48"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=113"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}