{"id":328,"date":"2013-07-18T13:50:47","date_gmt":"2013-07-18T13:50:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/?page_id=328"},"modified":"2017-06-13T15:32:33","modified_gmt":"2017-06-13T13:32:33","slug":"sr-mag-maria-maxwald","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pfarre-ohlsdorf.at\/?page_id=328","title":{"rendered":"Sr. Mag. Maria Maxwald"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Don Bosco Schwestern<br \/>\nLinzer Stra\u00dfe 98, 4840 V\u00f6cklabruck<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.dioezese-linz.at\/redsys\/data\/4270_admin\/Sr.Mag._Maria_Maxwald.jpg\" width=\"150\" height=\"197\" \/><\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Die Zeit vor dem Ordenseintritt<\/strong><\/p>\n<p>Aufgewachsen bin ich zusammen mit meinen vier Br\u00fcdern und meiner Schwester am Haumerhof in Obernathal1, wo meine Eltern die Landwirtschaft f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule in Ohlsdorf absolvierte ich die dreij\u00e4hrige Fachschule f\u00fcr wirtschaftliche Frauenberufe in V\u00f6cklabruck. Aufgrund der damals noch nicht vorhandenen Schulbusverbindung war damit ein Aufenthalt im Internat verbunden.<\/p>\n<p>Beides \u2013 Schule und Internat \u2013 haben mir sehr gut getan.\u00a0 Es war die Zeit, in der ich aus meinem Kinderglauben herausgewachsen bin und in einer Gemeinschaft von jungen Menschen erfahren durfte, wie lebendig und tragend Glauben sein kann. Es waren auch die Jahre, in denen ich mich erstmals zu fragen begann, ob das Ordensleben nicht auch etwas f\u00fcr mich w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Zeit der Krise und Entscheidung<\/strong><\/p>\n<p>Ganz nahtlos war der Weg von der Schule in die Ordensgemeinschaft aber nicht. Auch wenn ich mir am Ende der dritten Fachschulklasse dar\u00fcber im Klaren war, dass mein Weg zu den Don Bosco Schwestern f\u00fchre sollte, so musste diese Gewissheit scheinbar noch einer Pr\u00fcfung unterzogen werden.<\/p>\n<p>Die zwei darauf folgenden Jahre in der Bildungsanstalt f\u00fcr Erzieher forderte mich unter vielerlei Gesichtspunkten heraus. Nicht zuletzt wurde auch mein Glaube zutiefst ersch\u00fcttert. Vieles von dem, was mir selbstverst\u00e4ndlich war, zerbrach. Das hatte nichts mit der Schule selber zu tun, sondern mit einer freikirchlichen Gruppe, die ich damals kennen gelernt hatte.<\/p>\n<p>Und irgendwann konnte ich mir \u00fcberhaupt keine Zukunft mehr vorstellen: Nicht als Single, aus Angst vor dem Alleinsein. Nicht als Ordensfrau, aus Angst vor dem Gehorsam. Und auch nicht als Ehefrau, weil ich bei aller Faszination f\u00fcr diese Lebensform im Tiefsten sp\u00fcrte, dass sich mich nicht ausf\u00fcllen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Letztendlich aber, durch die klaren Worte eines mir bekannten Priesters, ging mir auf, dass ich vor einer Entscheidung davonlief, die im Herzen schon gereift war: Das Ja zum Leben in einer Ordensgemeinschaft.<\/p>\n<p><strong>Die Zeit im Orden\u2026.<\/strong><\/p>\n<p>Auf zwei Jahre Orientierungszeit in Innsbruck folgten zwei Jahre Ordensausbildung im internationalen Noviziat in Castelgandolfo\/Italien. Nach der R\u00fcckkehr in die heimatliche Provinz hatte ich die M\u00f6glichkeit die Matura nachzuholen, ein Jahr Erzieherpraxis zu machen und dann an die Uni Innsbruck Deutsch und Religionsp\u00e4dagogik zu studieren.<\/p>\n<p>An der BHAK V\u00f6cklabruck absolvierte ich das Unterrichtspraktikum, war dann ein Jahr lang p\u00e4dagogische Mitarbeiterin im Jugendbildungshaus der Salesianer in Wien und bin seither wieder in V\u00f6cklabruck t\u00e4tig \u2013 als Lehrerin und Leiterin der Hausgemeinschaft.<\/p>\n<p><strong>\u2026.und warum mich dieses Leben noch immer fasziniert<\/strong><\/p>\n<p>Eine Sch\u00fclerin fragte mich einmal ganz erstaunt, ob man denn mit Gott \u201eeine Beziehung\u201c haben k\u00f6nnte. \u201eNat\u00fcrlich!\u201c gab ich zur Antwort. Und so ist es auch. Das Christentum an sich lebt aus der Beziehung zwischen Gott und den Menschen und das Ordensleben tut dies von seiner Struktur her in einer noch viel ausdr\u00fccklicheren Weise.<\/p>\n<p>Das Leben als Ehelose fordert nicht nur heraus, es fasziniert auch. Ich finde se sch\u00f6n, mich mit meiner ganzen Sehnsucht Gott hinzuhalten, um von ihm her immer wieder \u201eF\u00fclle des Lebens\u201c zu erfahren. Das Leben im Gehorsam fasziniert mich, weil die Grundhaltung des H\u00f6rens meinem Dasein immer wieder eine neue Richtung gibt.<\/p>\n<p>Vieles ist in meinem Leben m\u00f6glich geworden, weil ich mich aufs Horchen eingelassen habe. Und Armut hat Freiheit zum Ziel. Ein Leben nach diesen drei evangelischen R\u00e4ten ist immer auch ein Leben mit der eigenen Bruchst\u00fcckhaftigkeit, aber es ist sch\u00f6n, ein bedeutsames Ziel vor Augen zu haben. Und weil mich all das lebendiger und bunter macht, liebe ich diese Leben.<\/p>\n<p><a href=\"mailto:Maria.maxwald@donbosco.at\">Maria.maxwald@donbosco.at<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.donbosco.at\">www.donbosco.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Don Bosco Schwestern Linzer Stra\u00dfe 98, 4840 V\u00f6cklabruck Die Zeit vor dem Ordenseintritt Aufgewachsen bin ich zusammen mit meinen vier Br\u00fcdern und meiner Schwester am Haumerhof in Obernathal1, wo meine Eltern die Landwirtschaft f\u00fchrten. Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule in Ohlsdorf absolvierte ich die dreij\u00e4hrige Fachschule f\u00fcr wirtschaftliche Frauenberufe in V\u00f6cklabruck. 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